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Autounfall - Tipps zum Verkehrsunfall, Unfallhilfe

Autounfall, was tun? Alles was Sie nach einem Verkehrsunfall beachten sollten. 10 wichtige Punkte nach einem Autounfall, Unfallhilfe, Beweissicherung, Abwicklung, Schadenumfang, Schadenshöhe, Wertminderungsansprüche und Nutzungsausfallentschädigung.


10 wichtige Punkte nach einem Verkehrsunfall Sofern Sie unverschuldet mit Ihrem Fahrzeug in einem Verkehrsunfall verwickelt wurden, sollten Sie im eigenen Interesse unbedingt folgende Punkte beachten:
  1. Dem Geschädigten steht es grundsätzlich frei, einen Sachverständigen seiner Wahl zur Beweissicherung und Feststellung von Schadenumfang und Schadenshöhe zu beauftragen. Das gilt selbst dann, wenn die Versicherung ohne Zustimmung des Geschädigten bereits einen Sachverständigen bestellt hat oder schickt. Die Kosten für das Sachverständigengutachten sind erstattungspflichtig. Sofern jedoch ein sogenannter Bagatellschaden vorliegt (Schadenshöhe liegt nicht höher als bis 500 - 1000 Euro) dürfte als Schadensnachweis zumeist der Kostenvorschlag einer Fachwerkstatt ausreichen.
  2. Die vollständige Beweissicherung über Schadenumfang und Schadenhöhe gewährleistet, dass dem Geschädigten die ihm zustehenden Schadensersatzansprüche in vollem Umfang erstattet werden. Die Beweissicherung über die Schadenhöhe gewährleistet auch, dass der Unfallschaden vollständig erkannt und ggf. beseitigt werden kann. Die Beweissicherung über Schadenart und Umfang wird in vielen Fällen auch dann benötigt, wenn es später über den Schadenhergang oder Ärger über die Reparaturdurchführung gibt. Mit Hilfe des Gutachtens kann die unfallbedingte Ausfallzeit des Fahrzeuges festgestellt werden, so dass Ersatzansprüche bezüglich Mietwagen oder Nutzungsausfallentschädigung besser belegt werden können.
  3. Beim Verkauf eines instandgesetzten Fahrzeuges die die Tatsache eines Autounfalls im Regelfall offenbarungspflichtig. Durch das Schadengutachten nebst Lichtbildern kann einem eventuellen Kaufinteressenten der genaue Schadenumfang belegt werden.

  4. Die Höhe eines eventuellen Wertminderungsanspruches kann in der Regel erst durch ein Gutachten belegt werden. Ohne unabhängigen Kfz-Sachverständigen verzichten Autofahrer häufig auf Wertminderung bis zu mehreren tausend Euro.
  5. Dem Geschädigten steht es frei, sich die Reparaturkosten vom Unfallgegner auf der Basis eines von ihm vorgelegten Schadengutachtens erstatten zu lassen (fiktive Abrechnung).
  6. Sie haben das Recht, Ihr Auto in einer von Ihnen ausgewählten Werkstatt Ihres Vertrauens reparieren zu lassen.
  7. Benötigen Sie keinen Mietwagen und Ihr Fahrzeug steht Ihnen unfallbedingt nicht zur Verfügung, können Sie statt des Mietwagens Nutzungsausfallentschädigung verlangen. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Fahrzeugtyp. Die Eingruppierung des Fahrzeuges, nach der die Höhe des Nutzungsausfalles richtet, kann durch einen Kfz-Sachverständigen vorgenommen werden.
  8. Halten Sie die Abwicklung des Unfallschadens stets in Ihren Händen, auch wenn Ihnen insbesondere von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners die gesamte Abwicklung des Schadens angeboten wird. Lassen Sie es nicht zu, dass ein unabhängiger Kfz-Sachverständigen durch sogenanntes Schadenmanagement ausgeschalten wird.
  9. Zur Durchsetzung seiner Ansprüche kann der Geschädigte einen Rechtsanwalt seines Vertrauens beauftragen - die Kosten hierfür hat die Versicherung des Schädigers grundsätzlich zu tragen (Anwälte vermittelt z. B. die Arbeitergemeinschaft der Verkehrsanwälte "Deutscher Anwaltverein")
  10. Der unabhängige KFZ-Sachverständige trägt dazu bei, dass auch die gegnerische Versicherung vor unzutreffenden Schadensersatzleistungen bewahrt wird. Dies dient allen Versicherungsnehmer, die mit Ihren Prämien letztlich die Schadenbehebung finanzieren. Rechte und Ansprüche bei der Schadensabwicklung nach einem Verkehrsunfall 

    Ist man selber Opfer eines Verkehrsunfalls geworden, so hat man gewisse Rechte und Pflichten bei der Schadensabwicklung (vorausgesetzt, man ist nicht selber der Unfallverursacher).

    Folgende Rechte stehen einem zu:

    die gegnerische Haftpflichtversicherung muss einem alle durch den Unfall entstandenen Kosten ersetzen (für Reparatur, Leihwagen, Nutzungsausfall, Wertminderung usw.)
    §249 Abs. 2 S.1 BGB: "Dem Geschädigten steht bei voller Haftung ein möglichst vollständiger Ausgleich des Schadens zu."
    man hat ein Recht auf einen Anwalt, dem sogar die gesamte Schadensabwicklung übertragen werden kann.
    Unfall Gutachen / Gutachter
    Jeder darf einen Unfall Gutachter seiner Wahl zur Bestimmung seines Schadens beauftragen, aber nur ab einer gewissen Schadenshöhe (i.d.R. 715 Euro) wird dieser von der gegnerischen Versicherung bezahlt. Wer also nach einem Bagatellunfall sofort zu einem Gutachter geht, muss damit rechnen, die Kosten des Gutachters selbst zu bezahlen.

    Doch Vorsicht bei einem Gutachter, den die gegnerische Versicherung beauftragt hat. Ein Kfz Sachverständiger arbeitet immer nach bestem Wissen und Gewissen, doch heutzutage steht diese Innung unter Druck der Versicherungen, sie werden schriftlich(!) angewiesen, Schäden nach den Richtlinien der Versicherungen zu bewerten und was das heißt, kann sich ja jeder denken: die Schadenskosten werden am unteren Limit bewertet.

    Die Versicherungen versuchen Kosten zu sparen, um selbst wirtschaftlich zu arbeiten (u.a. Gewinn an der Börse) und um mit günstigen Tarifen neue Kunden anzulocken.

    Die Kosten für einen Haftpflichtschaden haben sich in den vergangenen 25 Jahren von durchschnittlich ca. 1800 Euro auf 3500 Euro für die Versicherungen fast verdoppelt.

    Bei rund vier Millionen Unfällen im Jahr lassen sich durch Kürzungen bei den Schadensabwicklungen Beträge im dreistelligen Millionenbereich einsparen. Meist ist dies jedoch nicht legal.

    Daher hinterfragen Sie das Unfall Gutachten des von der Versicherung bestimmten Gutachters, im Zweifel lassen sie ein zweites Unfall Gutachten von einem Gutachter Ihrer Wahl machen.

    Achten Sie auch auf die Punkte "Wertminderung", "Wiederbeschaffung" und "Restwert", diese sollten in dem Gutachten genannt werden.

    Immer häufiger kommt es vor, dass die Versicherungen die Unfall Gutachten welche durch die Geschädigten eingereicht werden von externen Firmen auf Plausibilität prüfen lassen. Das ist die neuste Masche der Versicherungen, um Kosten zu streichen, doch viele der Streichungen sind nicht legitim. Wer dies nicht weiß und den Versicherungen vertraut, der verschenkt bares Geld.
    Kommen Ihnen die Kürzungen dubios vor, schalten Sie einen Anwalt ein (der Ihnen ja, wie oben gesagt, auch zusteht). Droht Ihr Anwalt mit einer Klage vor Gericht, so erstatten die Versicherungen meist die gekürzten Kosten, weil sie wissen, dass sie vor Gericht verlieren würden und dann auch die Gerichtskosten tragen müssten.

    Fiktive Abrechnung ohne Reparatur Für den Geschädigten gibt es keine Reparaturpflicht, rechnet er nach Unfall Gutachten ("fiktiv") ab und lässt den Schaden NICHT reparieren, so bekommt er nur den Betrag des Gutachtens OHNE die Mehrwertsteuer ersetzt. Eine fiktive Abrechnung ist legitim!!!
Hilfreiche Hinweise (Haftpflicht-Schadenfall)
  • Verzichten Sie darauf, vorab mit der gegnerischen Versicherung Handlungsmaßnahmen abzuschließen. - Bewahren Sie Ihren eigenen Handlungsspielraum !
  • Gehen Sie nicht auf scheinbar schnelle Schadenabwicklungsangebote der gegnerischen Versicherung ein, auch wenn sie Ihnen noch so verlockende kostengünstige und schnelle Lösungen suggeriert.
  • Lassen Sie sich nicht von der gegnerischen Versicherung durch angeblich handlungspflichtige Maßnahmen unter Druck setzen. Sie sind Herr des Verfahrens.
  • Lehnen Sie ein Gutachterangebot der gegnerischen Versicherung grundsätzlich ab und wählen Sie einen neutralen Gutachter Ihres Vertrauens !
  • Daten-Recherchen ihrerseits beim Zentralruf der Autoversicherer sind ebenso nicht erforderlich.
  • Scheuen Sie sich nicht, zusätzlich zu meiner Fachkompetenz gegebenfalls einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit einzubeziehen.

  • Reparatur nur im qualifizierten Fachbetrieb

  • Ein Verkehrsunfall wirft immer viele Fragen auf – angefangen bei der oft nicht eindeutigen Schuldfrage bis hin zu Fragen der Instandsetzung des beschädigten Fahrzeugs.
    Zuerst einmal ist festzuhalten, dass gerade nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall das Einschalten eines Rechtsanwaltes viel Ärger ersparen kann. Dies gilt auch bei unklaren Haftungsfragen, bei Personenschäden oder bei Versuchen des regulierungspflichtigen Versicherers, die Unfallschadenabwicklung dem Geschädigten aus der Hand zu nehmen.
    In jedem Fall ist aber Ihr kfz Gutachter und Ihr Kfz-Betrieb oft erster Ansprechpartner und wir werden dafür sorgen, dass Sie in der Lage sind, Ihre Rechte auch wahrzunehmen.
    Von ganz besonderer Bedeutung ist im Falle eines Reparaturschadens die Wahl der richtigen Werkstatt. Oft werden die Risiken nicht gesehen, was passieren kann, wenn man sein Fahrzeug in einer möglicherweise unqualifizierten Reparaturwerkstatt instandsetzen lässt. Nicht selten sind es gerade die Haftpflicht- und Kaskoversicherer, die Werkstätten empfehlen, die zwar möglicherweise das Vertrauen des Versicherers besitzen, aber keinesfalls als Vertrauensbetrieb des Kunden gelten sollten.
    Längst nicht jeder Karosseriefachbetrieb ist in der Lage, alle Anforderungen zu erfüllen, die heute an die Instandsetzung eines modernen Fahrzeugs gestellt werden. Die Bearbeitung hochfester oder ultrahochfester Stähle ist fachgerecht nur mit speziellen Werkzeugen möglich, genauso wie es zwingend erforderlich ist, jederzeit auf die elektronischen Informationen des Herstellers zurückgreifen zu können.
    Ein nicht unerhebliches Risiko betrifft die häufig noch gegebene Garantie des Herstellers oder Kulanzmöglichkeiten.
    Wird eine Reparatur nicht fachgerecht durchgeführt oder findet die Reparatur nicht in einem autorisierten Betrieb statt, besteht die große Gefahr, dass der Hersteller nicht mehr an sein Garantieversprechen gebunden ist. Auch Kulanzanträge können u.U. nicht mehr mit Erfolg durchgesetzt werden.

  • NEUE > Informationen vom Kfz Gutachter / Kfz Sachverständigen

  • Längere Strecken mit Diesel sind Pflicht

    Aktuelles Urteil: Wer seinen Diesel nicht regelmäßig auf längeren Strecken bewegt, hat bei verstopftem Partikelfilter keinen Anspruch auf Gewährleistung.

    Wer mit seinem Diesel ausschließlich Kurzstrecken fährt, der kann bei einem verstopften Partikelfilter nicht auf einen Austausch im Rahmen der Gewährleistung hoffen. Denn: Er hat sein Auto "unsachgemäß" behandelt, weil er keine längeren Regenerationsfahrten unternahm, bei denen der Filter wieder "freigebrannt" wird. Das hat das Düsseldorfer Landgericht in einem aktuellen Urteil entschieden.
    Partikelfilter: Frustfilter bei Jaguar
    DPF lieber tauschen: ADAC rät von Reinigung ab

    Geklagt hatte ein Dieselfahrer, bei dessen Opel Zafira 1.9 C dti bereits fünf Monate nach dem Kauf der komplett verstopfte Rußfilter ausgetauscht werden musste. Die Rechnung für den Tausch wollte der Kläger nicht bezahlen, weil der Mangel seiner Meinung nach unter die Gewährleistungsregel fällt. Das Amtsgericht Langenfeld war da anderer Meinung: Der Kläger habe die ihm obliegende Mitwirkungspflicht (regelmäßige Regenerationsfahrten) nicht erfüllt. Das Landgericht Düsseldorf, bei dem der Dieselfahrer anschließend Berufung eingelegt hatte, wies die Klage ebenfalls ab: Der Filter sei zum Kaufzeitpunkt in Ordnung gewesen, wie die kurz vor der Übergabe durchgeführte Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung beweisen. Die Schuld am Verstopfen liege also beim Käufer – der obendrein noch zugab, ausschließlich Kurzstrecken gefahren zu sein. Dass die zuständige Warnleuchte zum fraglichen Zeitpunkt nicht funktionierte, konnte er auch nicht nachweisen. Eine Warnleuchte mahnt zur "Regeneration"

    Eine Warnleuchte gibt im Dieselauto Bescheid, falls der Partikelfilter eine Regenerationsfahrt braucht.

    Hintergrund: Dass die Rußteilchen in den Abgasen den Partikelfilter zusetzen, ist nicht zu vermeiden – genau dafür ist der Filter ja schließlich da. Damit er aber nicht verstopft, müssen in regelmäßigen Abständen sogenannte Regenerationsfahrten durchgeführt werden. Gemeint ist damit eine längere Tour bei mittleren Drehzahlen, bei denen die Temperatur im Abgastrakt auf mindestens 500 bis 600 Grad steigt, sodass der Filter wieder "freigebrannt" wird – Infos dazu gibt es in der Bedienungsanleitung eines jeden Diesel . Eine Warnleuchte weist den Autofahrer darauf hin, wenn eine solche Regenerationsfahrt wieder mal fällig ist. Ein verstopfter Filter kann zunächst zu verminderter Durchzugskraft, dann zu Motorschäden führen.
Wie lange darf sich eine Kfz-Versicherung die Zeit lassen ?
Die Schadensabwicklung mit Versicherungen ist in der Regel lästig und sie dauert häufig länger als erwartet. Überhastet zu klagen, sollte deshalb trotzdem kein Geschädigter. Ansonsten droht er auf den Prozesskosten sitzen zu bleiben.

Für Auto-Haftpflichtversicherungen ist es das tägliche Brot: Die Regulierung von Unfallschäden. Daraus leitet sich aber nicht ab, dass sie Ansprüche im Eilverfahren bearbeiten müssen. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass dem Versicherer genügend Zeit gegeben werden muss, den Schadenfall zu bearbeiten. Geschädigte Autofahrer, die das nicht berücksichtigen, haben mit einer Klage kaum Aussicht auf Erfolg.

Vier Wochen Prüffrist waren zu kurz

Im vorliegenden Fall hatte der geschädigte Autofahrer der Kfz-Versicherung des Unfallverursachers nur vier Wochen Zeit gelassen, um seinen Anspruch zu bearbeiten, bevor er eine Klage beim LG Köln einreichte. Diese Prüffrist von vier Wochen war zu kurz, entschied das Gericht.

Generell gilt: Im Schadensersatzrecht hat ein Beklagter keinen Anlass zur Klage gegeben, wenn ihm der Geschädigte nicht eine ausreichende Zeit zur Überprüfung der Forderung gegeben hat.

Die Rechtsprechung geht bei durchschnittlichen Verkehrsunfällen davon aus, dass einer Versicherung ein Prüfungszeitraum von vier bis sechs Wochen zugestanden werden muss (vgl. OLG Rostock, Urteil vom 09.01.2001, 1 W 3378/98). Dieser Zeitraum ist allerdings nicht in Stein gemeißelt. Letztlich hängt es von den Umständen des Einzelfalls.

Für Verkehrsunfälle gelten besondere Maßstäbe

Für Verkehrsunfallsachen gelten im Haftpflichtprozess nochmals besondere Maßstäbe. Zum einen muss berücksichtigt werden, dass bei Haftpflichtversicherern zahlreiche Schadenfälle auflaufen. Zudem ist die Versicherung über den einzelnen Unfall aus eigenem Wissen nicht informiert. Sie muss sich deshalb darauf verlassen, welche Informationen der Versicherungsnehmer an sie weitergibt.

Zudem wird von der Rechtsprechung berücksichtigt, dass Schadenfälle bei einer Versicherung über einen größeren Büroapparat abgewickelt werden müssen, was Mindestverzögerungen zur Folge habe.

Im vorliegenden Fall gab es noch weitere Umstände, die dazu führten, dass das Gericht der Versicherung eine längere Prüffrist als vier Wochen zubilligte. So fehlte beispielsweise die Stellungnahme des Fahrers des Mietfahrzeugs der beklagten Versicherung trotz mehrfacher Mahnung. Ohne Kenntnis der Ermittlungsakte sei die Regulierung für die Versicherung aber nicht möglich gewesen (vgl. KG Berlin, Urteil vom 30.03.2009, 22 W 12/09), so das OLG Köln.

Gericht sieht keinen Anlass für Klage

Einen weiteren Punkt, der für eine „verfrühte“ Klage sprach, sah das Gericht in der Tatsache, dass der Kläger keine Sachstandsanfrage bei der Versicherung eingereicht hatte. Auch sei ein ausdrückliches Regulierungsverlangen nicht erkennbar gewesen.

Im Ergebnis musste der Kläger die Kosten für den Rechtsstreit tragen. Die Beklagten hätten dem Kläger keinen Anlass zur Klageerhebung gegeben, befand das Gericht.

(LG Köln, Urteil v. 23.09.2011, 2 O 203/11)

Ihr Recht (Unfall in Deutschland)

Ihr Recht nach einem Kfz-Unfall:

!!! Freie Wahl des Kfz - Sachverständigen !!!

Nach einem unverschuldeten oder teilverschuldeten Unfall (Haftpflichtschaden):

Ihnen steht es grundsätzlich frei, einen Kfz Sachverständigen Ihrer Wahl zur Beweissicherung und zur Feststellung von Schadensumfang, Schadenshöhe, Wertminderung, Restwert, Wiederbeschaffungswert und voraussichtliche Reparaturdauer zu beauftragen.

Vorsicht bei Schadenregulierung mit einem Kostenvoranschlag der Werkstatt. Hier wird lediglich die Schadenshöhe ermittelt. Meist entstehen erhebliche finanzielle Nachteile, da z. B. keine Wertminderung berücksichtigt wird.
Die Kosten für das Kfz Gutachten hat die gegnerische Versicherung zu übernehmen.
Dies gilt grundsätzlich auch  dann, wenn der Unfallgegner oder dessen Haftpflichtversicherung bereits einen Sachverständigen beauftragt haben sollte.

Schäden unter 750,- EUR sind so genannte Bagatellschäden und erfordern kein voll umfängliches Kfz Gutachten, hier wird ein Kurzgutachten erstellt und dies wird auch von der gegnerischen Versicherung bezahlt.

ZDF Film über Geheimdateien der Versicherungen.

Link zu Yuotube

//youtube.com/watch?v=mmzDD5mAI90

 Das sollten Sie Wissen.

Und hier das Letzte !

ControlExpert

Schematisierte und automatisierte” Prüfberichte durch ControlExpert Die Abwicklung eines Unfallschadens ist regelmäßig mit erheblichem Ärger verbunden. 

Ohne Hinzuziehung eines Kfz-Sachverständigen und ohne Einschaltung eines Verkehrsrechtsanwaltes besteht kaum eine Chance, selbst bei scheinbar einfach gelagerten Fällen, zu 100% Schadenersatz zu erhalten.

In den letzten Jahren hat sich überdies immer mehr durchgesetzt, dass Gutachten oder auch Reparaturrechnungen durch sogenannte Prüfinstitute im Auftrag des regulierungspflichtigen Versicherers überprüft und regelmäßig gekürzt werden.

Die beteiligten Versicherer sprechen vielfach von Sachverständigenüberprüfungen, obschon es sich bei den Unternehmen, die derartige Prüfungen durchführen, regelmäßig in erster Linie um EDV-Unternehmen handelt.

Die teilweise willkürlich anmutende Kürzungspraxis – insbesondere in Verbindung mit dem Marktführer ControlExpert – wurde in einem sehr informativen Beitrag in der Sendung “auto mobil” des Senders VOX TV dargestellt.

Die Redaktion eröffnete auch dem Geschäftsführer der Firma ControlExpert, Gerhard Witte, die Möglichkeit, sich zu den Kürzungsberichten zu äußern.

Wir haben die Stellungnahme nachfolgend im Wortlaut im Wesentlichen wiedergegeben, da sich hieraus in seltener Klarheit ergibt, dass es sich bei dem Unternehmen gerade nicht um eine sachverständige Dienstleistung handelt, sondern vielmehr um eine automatisierte und schematisierte EDV-Überprüfung.

Es ist zu empfehlen, diese Aussage des ControlExpert-Geschäftsführers bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen auch in entsprechende Verfahren und gegebenenfalls auch in Gerichtsverfahren einzubringen.

Im Einzelnen äußerte sich der ControlExpert-Geschäftsführer wie folgt:

“Wir prüfen Gutachen, Kostenvoranschläge…”

“Wir sind keine Sachverständigenorganisation, sondern wir prüfen schematisiert, automatisiert Vorgänge und wenn wir auf Diskrepanzen stoßen zwischen den hier eingehenden Belegen und anerkannten Regeln der Technik und Herstellervorgaben, dann erscheint das bei uns auf einem Prüfbericht und was letztendlich der Versicherer mit diesem Prüfbericht macht, ist Sache des Versicherers oder der Flotten- und Leasinggesellschaft und nicht unsere Baustelle und auch nicht von uns zu veranworten.”

(Gerhard Witte ControlExpert, VOX TV 15.04.2012 auto mobil)

Dies bedeutet auch, dass eine sachverständige Überrpüfung – bspw. unter Berücksichtigung des konkret erforderlichen Reparaturaufwandes durch den Versicherer nicht erfolgt. Die Kürzungen werden ausschließlich begründet mit den Feststellungen der nur schematisiert prüfenden Firma ControlExpert, obschon auch dem regulierungspflichtigen Versicherer und im Übrigen auch der Firma ControlExpert bekannt ist, dass Herstellervorgaben keinesfalls verbindlich sind und entscheidend immer der tatsächlich erforderliche Reparaturaufwand ist.

Alleine mit der Vorlage eines Prüfberichtes – bspw. der Firma ControlExpert – bleibt der Versicherer demnach beweispflichtig. Die von ihm vorgenommene Kürzung ist sachlich nicht begründet, solange er die Kürzung ausschließlich auf den EDV-Prüfbericht, der automatisiert und schematisiert erstellt wird, stützt.

Mein Name ist Hase

Immer wieder weisen Gutachten Unrichtigkeiten auf, bei denen sich für den Betrachter die Frage stellt, handelt es sich nur um einen Fehler oder vielleicht doch um eine Manipulation. Nachstehend einige Beispiele:

1. Der falsche Arbeitswert

Der Unfallgeschädigte wendet sich an die gegnerische Versicherung. Diese beauftragt ihrerseits wiederum einen Sachverständigen mit der Begutachtung des Unfallfahrzeuges. Der Sachverständige stellt fest, dass das Fahrzeug einen Wiederbeschaffungswert von 2000 € hat und dass die Reparaturkosten betragen würden 2850 €. Der Restwert des Fahrzeuges beträgt 800 €. Die Versicherung bezahlt den Betrag von 1200 € (2000 € minus Restwert von 800 €) und lehnt jegliche weitere Regulierung ab.

Grundsätzlich handelt es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden, bei dem eine Reparatur durch den Geschädigten nur zulässig ist bis zu 130 % des Wiederbeschaffungswertes. Bis zu diesem Wert steht die höchstrichterliche Rechtsprechung dem Geschädigten ein so- genanntes Integritätsinteresse an dem beschädigten Fahrzeug zu. Betragen die Reparaturkosten mehr als 130 %, hat der Geschädigte nur einen Anspruch auf den Wiederbeschaffungswert in Höhe von 2000 € abzüglich Restwert iHv 800 €.

In unserem Falle begibt sich der Geschädigte zum Rechtsanwalt. Dieser überprüft das Gutachten und stellt fest, dass die Arbeitswerte - das sind die Abrechnungseinheiten der Werkstätten - um 2 € je Arbeitswert zu hoch angegeben sind. Insgesamt hält auch der von der Versicherung beauftragte Sachverständige 150 Arbeitswerte für erforderlich zur Beseitigung des Unfallschadens. Hieraus folgt, dass die Reparaturkosten allenfalls anzusetzen sind mit 2550 €. Demnach ist das Fahrzeug nach der Rechtsprechung der Obergerichte in Ansehung der 130 %-Grenze "reparaturwürdig". Der Geschädigte kann nunmehr sein bekanntes Fahrzeug, dessen vorhandene oder nicht vorhandene Fehler er kennt, behalten. Er muss nicht ein ihm vollkommen unbekanntes Fahrzeug auf dem Gebrauchtwagenmarkt kaufen, bei dem er sich nicht sicher sein kann, welche Kilometerleistung es tatsächlich hat und welche verborgenen Mängel möglicherweise vorhanden sind.

Die Versicherung muss allerdings nunmehr statt 1200 € den Betrag von 2550 € zahlen. Durch den "Fehler" des Sachverständigen hätte die Versicherung mehr als 50 % erspart! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

2. Die falsche Computertaste

Der Unfallgeschädigte wendet sich an einen Gutachter . Der Gutachter ist Angestellter eines Unternehmens, das u.a. ständig für Unternehmen der Versicherungswirtschaft Gutachten erstellt. Das Fahrzeug des Geschädigten hat eine Erstzulassung aus dem Jahre 1996. Es handelt sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden. Die Reparaturkosten liegen weit über der 130 % - Grenze. Der Sachverständige beziffert den Wiederbeschaffungswert wie folgt: 1200 € zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer in Höhe von 228 € ist gleich 1428 € brutto. Der Geschädigte will auf Gutachtenbasis abrechnen. Die Versicherung zahlte ihm 1200 €. Die Zahlung der weiteren 228 € lehnt sie mit Hinweis auf § 249 Abs. 2 Satz 2 BGB ab.

Dort ist geregelt, dass der bei Beschädigung einer Sache erforderliche Geldbetrag die Umsatzsteuer mit einschließt, wenn und soweit sie tatsächlich angefallen ist. Dieses ist so lange nicht der Fall, wie eine Ersatzbeschaffung nicht vorgenommen wird. Der Geschädigte wendet sich an einen Anwalt.

Dieser teilt der Versicherung richtigerweise mit, das Gutachten sei erkennbar fehlerhaft. Fahrzeuge mit einer Zulassung aus dem Jahre 1996 würden nur noch auf dem privaten Markt gehandelt. Dieses sei auch der Versicherung bekannt. Demgemäß sei das Gutachten fehlerhaft und der Gesamtbetrag von 1428 € sei zu zahlen. Die Versicherung beharrt auf ihrem Standpunkt. Der Anwalt telefoniert mit dem Sachverständigen. Dieser teilt mit, dann habe er wohl die falsche Taste am Computer gedrückt. Er bedaure dieses sehr. Eine Korrektur seines Gutachtens werde er umgehend übersenden. Dieses geschieht. Das korrigierte Gutachten wird der Versicherung übersandt, die nunmehr den Restbetrag zahlt.

Hätte der Geschädigte dem Gutachten vertraut, wären ihm 228 € entgangen. Die Ersparnis der Versicherung hätte gleichfalls 228 € betragen.

3. Der falsche Sachverständige

Nachstehend zitieren wir wörtlich aus dem Beschluss des Amtsgerichts Waren vom 6.8.2008 zum Aktenzeichen 33 C 343/06:

 In dem Rechtsstreit

 ./.

Die Ablehnung des Sachverständigen ............ durch die Klägerin wird für begründet erklärt.

Gründe:

Der Sachverständige hat in seiner Stellungnahme vom 14.3.2008 maßgeblich darauf abgestellt, dass am Beklagtenfahrzeug keine Kontaktierungsspuren ersichtlich waren. Dabei hatte der Sachverständige Kenntnis davon, dass der Stoßfänger am Beklagtenfahrzeug vor der Begutachtung ausgetauscht worden war, so dass Beschädigungenspuren von dem Unfall hierauf gar nicht vorhanden sein konnten. Diese Tatsache ist bei verständiger Würdigung geeignet, das Vertrauen der Parteien in die Unparteilichkeit des Sachverständigen zu beeinträchtigen.

Hagedorn Richter am Amtsgericht

Beklagte waren Fahrer und Halter eines Kraftfahrzeuges sowie deren Haftpflichtversicherung. Profitiert hätte von dem falschen Gutachten letztendlich die Haftpflichtversicherung, die für Fahrer und Halter den Schaden zu begleichen hat.

Urlaub mit dem Motorrad


Sommer und Sonne laden zu leichter Kleidung auf dem Motorrad ein. Doch
Achtung! Für Motorradunfälle ohne Schutzbekleidung gibt es bereits
etliche Urteile, wo der Fahrer wegen dieser Selbstgefährdung eine
Mitthaftung bekommen hat. Extreme Sommerhitze ist auch für Autofahrer
nicht nur lästig - sie kann auch gefährlich werden. Die Fahrtüchtigkeit
lässt nach, das Benzin im Tank dehnt sich aus, und Straßen platzen unter
Umständen auf. Ist eine Autotour quer durch die USA und Australien
geplant, dann sollte rechtzeitig ein Internationaler Führerschein
beantragt werden. Das Zusatzdokument kann die Abwicklung bei einer
Polizeikontrolle nicht nur erleichtern, sondern ist in manchen Ländern
sogar Pflicht. Nur wer sich auskennt, kommt sicher und punktefrei ans
Ziel.

Kfz Gutachter Berlin 0177 891 65 78